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Weingut Moric/Velich
Kirchengasse 3
7051 Großhöflein
Österreich

Mehr Informationen über das Weingut Moric/Velich

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„Ich will Originale schaffen“ sagt der Winzer Roland Velich über die jüngsten internationalen Verkostungserfolge seiner Rotweine, die Gründe, warum er im Blaufränkisch eine große Rebsorte entdeckte, den Segen (und das Mühsal) der Eigensinnigkeit und die Argumente, warum er sich dagegen wehrt, seine Weine in Blindverkostungen antreten zu lassen.
Eben wurden die Bewertungen österreichischer Weine von Robert Parkers „Wine Advocate“, der einflussreichsten Wein-Zeitschrift der Welt, veröffentlicht. Ihre Weine schnitten dabei außergewöhnlich gut ab. Die „Moric Blaufränkisch Neckenmarkter Alte Reben 2006“ wurden mit 95 Punkten ausgezeichnet, einer in Österreich noch nie an einen Rotwein vergebenen Wertung. Überrascht? Roland Velich: Auf jeden Fall sehr erfreut. Nicht ganz überrascht, denn David Schildknecht, der für Robert Parker die österreichischen Weine bewertet, hatte unsere Weine schon in den letzten Jahren sehr, sehr gut bewertet. Und er wies bereits im letzten Jahr auf die herausragenden Qualitäten des Jahrgangs 06 hin: der sei „at least“ so gut wie der 04er. Ich war also nicht unbedingt überrascht, aber sehr erfreut. Sie haben sich den Bewertungen österreichischer Fachmedien in den letzten Jahren konsequent entzogen, deshalb kommt Ihre Freude über die Parker Punkte für manche vielleicht überraschend. Ich habe sehr viele österreichische Journalisten eingeladen, in meinen Keller zu kommen und sich über die vielen verschiedenen Formen der Vinifikation, die wir am Weingut vornehmen, zu informieren. Allein, es kam niemand. David Schildknecht nahm die lange Reise von der amerikanischen Ostküste ins Burgenland auf sich und widmete der Verkostung meiner Weine einige Stunden. Er kostete intensiv und immer wieder, machte sich seine Notizen und war in Folge in der Lage, außerordentlich genau über den Wein zu schreiben: weil er ihn verstanden hatte. Sie kritisieren auf diese Weise durch die Blume die in Österreich gängige Methode der Blindverkostung, bei der die Tester eine Vielzahl von Weinen verkosten, ohne ihre Herkunft zu kennen. Ist das nicht die viel aufschlussreichere Methode, um sich nicht von Herkunft oder Image eines Weins blenden zu lassen? Eben nicht. Bei Blindverkostungen werden in der Regel Weine eines derzeit gängigen Stils bevorzugt, der auf Alkoholeinsatz, Intensität von Toasting und neuem Holz, insgesamt auf Opulenz, Wucht und Kraft aufbaut. Raffinesse verliert bei Blindverkostungen immer. Warum? Der Gaumen ist einfach nicht dafür geschaffen, 30 bis 50 Proben innerhalb weniger Stunden zu verkosten. Dafür ist auch der Wein nicht gemacht. Der Wein ist dafür gemacht, dass man Zeit mit ihm verbringt und genussvoll seine Qualitäten erforscht. Im Klartext: Weine, die nicht der gängigen Stilistik folgen, werden bei Blindverkostungen schlecht bewertet?


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