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Josef Edlingers Bloß Zweigelt 2023 interpretiert Österreichs rote Leitsorte in ihrer vollkommen unverfälschten, ungeschminkten („bloßen“) Reinform abseits jeglicher Holztünche. Im animierenden Bouquet entfaltet sich ein glasklares Aromenspiel aus saftigen Herzkirschen, vollreifen Sauerkirschen, Waldhimbeeren, dunklen Zwetschgen und getrockneter Blutorangenzeste.
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Josef Edlingers Bloß Zweigelt 2023 (Palt bei Göttweig / Kremstal) interpretiert Österreichs rote Leitsorte in ihrer vollkommen unverfälschten, ungeschminkten („bloßen“) Reinform abseits jeglicher Holztünche. Im animierenden Bouquet entfaltet sich ein glasklares Aromenspiel aus saftigen Herzkirschen, vollreifen Sauerkirschen (Weichseln), Waldhimbeeren, dunklen Zwetschgen und getrockneter Blutorangenzeste, feinsinnig verwoben mit dunklen Waldveilchen, frisch gemörsertem schwarzem und weißem Pfeffer, wildem Bergthymian, feinstem Hefeschmelz und kühlem Lössstaub. Am Gaumen begeistert der Rotwein durch seine samtig-sehnige Textur, pulsierende Säurespannung, meisterhaft polierte Gerbstoffe und einen vitalen Zug, der in ein saftiges, würzig-mineralisches Finish mündet – ein herkunftsechter, ungeschminkter Zweigelt-Könner von vibrierendem Trinkfluss und nobler Sortenidentität.
Im Glas präsentiert sich dieser charakterstarke Botschafter aus Palt in einem leuchtenden, strahlenden Rubinrot mit kühlen granatroten Reflexen, leuchtend violettem Saum, kristalliner Brillanz und dichter Viskosität mit feingliedrig gezeichneten Schlieren am Glasrand. Das ungemein saftige, tiefgründige Bouquet eröffnet ein glasklares Spiel von saftigen Herzkirschen, Weichselkompott, wilden Waldhimbeeren, Heidelbeeren, eingelegten Schlehen, Zwetschgenröster und getrockneter Blutorangenzeste, feinsinnig untermalt von floralen Nuancen wie dunklen Waldveilchen, getrockneten roten Rosenblättern und sonnengetrocknetem Bergwiesenheu. Dahinter verschmelzen Noten von frisch geschlagenem Feuerstein (Pierre à fusil), nassen Kieselsteinen, zerstoßenem Löss- und Kalkstaub, feinstem Hefeschmelz, zarter Bittermandel, Liebstöckel, Kerbel, wildem Bergthymian, Rosmarin, frisch gemahlenem Pfeffer, einem Hauch Wacholder und feuchtem Waldboden (Sous-Bois) mit einer kühlen, rauchig salzigen Ton- und Eisenmineralik zu einem erhabenen Duftbild. Am Gaumen fasziniert dieser Bloß Zweigelt 2023 durch seine samtig feine, engmaschig gewobene Textur, saftige Extraktdichte und eine straffe, pulsierende Säureader des lebendigen Jahrgangs 2023, die dem schlanken, ungemein sehnigen Körper tänzerische Frische, linearen Zug und vitalen Trinkfluss verleiht; Josef Edlinger meidet jede marmeladige Hitzigkeit, klebrige Restsüße oder vordergründig dominante Holzüberladung konsequent und setzt auf vollkommene Trockenheit, vertikale Frische und die unverfälschte Rasse des Zweigelts. Ein meisterhaft poliertes, feinstkörniges Gerbstoffgerüst der schonend extrahierten Traubenhäute schenkt dem Wein aristokratischen Halt, noblen Grip und eine mundwässernde Salzigkeit am Gaumen, ehe er im schier endlosen Finale mit herber Kirschhaut, dunkler Beerenfrucht, pikanter Pfefferwürze, getrockneten Wiesenkräutern und kühlender Lössfrische minutenlang nachhallt.
Das Traubengut stammt zu 100 % aus Zweigelt von sorgsam gepflegten Weingärten rund um Palt und Furth am Fuße des geschichtsträchtigen Stifts Göttweig, wo die Reben auf einem geologisch hochspannenden Übergangsterroir wurzeln: Tiefgründige, kalkreiche eiszeitliche Lössschichten wechsellagert mit feinsandigem Donauschotter, lehmigem Schluff und skelettreichen Konglomeratbänken. Während die mächtigen Lössablagerungen dem Zweigelt seine geschmeidige Extrakttiefe, samtige Fülle und saftige Kirscharomatik spenden, zwingen die drainagestarken Schotterbänder das Wurzelsystem tief in kühle Klüfte und garantieren eine messerscharfe Säurespannung, saline Griffigkeit und feinnervige Knochenstruktur; klimatisch profitiert das südliche Kremstal vom Aufeinandertreffen warmer, pannonischer Luftströmungen aus dem Donautal mit den allabendlich herabströmenden, schneidend kühlen Fallwinden aus den dichten Nadelwäldern des Dunkelsteinerwaldes, was im Vegetationsjahr 2023 für eine markante Tag-Nacht-Temperaturamplitude und eine vollendete Ausreifung der Beerenhäute bei kristallin bewahrter Säurefrische sorgte. Die Philosophie hinter „Bloß“ ist der radikale Verzicht auf Schönung und maskierende Kellertechnik: Nach penibler Handlese und schonender Entrappung vergärte der Most spontan mit weinbergseigenen Hefen im Edelstahltank bei behutsamer Maischestandzeit, gefolgt von einem schonenden Ausbau in neutralem Holz und Edelstahl, um die reine Herkunftsidentität des Göttweiger Berglandes völlig ungeschminkt und unverfälscht ins Glas zu transportieren.
In der gehobenen Gastronomie brilliert dieses strukturierte Terroir-Monument bei etwa 14 bis 16 Grad Celsius im großzügigen Burgunder- oder Universal-Rotweinkelch serviert als virtuoser Partner für anspruchsvolle Geflügelgerichte, feines Kalbfleisch, klassische Wirtshausgerichte und die feinsinnige österreichische wie internationale Haute Cuisine. Er harmoniert in Perfektion mit rosa gebratener Entenbrust an Kirsch-Pfeffer-Jus mit Petersilienerdäpfeln, saftig geschmortem Kalbsrahmgulasch mit handgemachten Nockerln, rosa gebratenem Rehrücken an Wacholder-Preiselbeer-Reduktion auf sämiger Selleriecreme, zarter gebratener Kalbsleber mit glacierten Apfelspalten und Röstzwiebeln sowie traditionellem gekochtem Tafelspitz mit feiner Schnittlauchsauce und Erdäpfelschmarrn. Ebenso meisterhaft begleitet er sautierte Steinpilze auf Kräuterpolenta sowie gereiften Rohmilchkäse wie mürben Vorarlberger Bergkäse, feinen Comté Extra oder milden Ziegenfrischkäse. Wir von Apropos Wein teilen genau diese Leidenschaft für kompromisslose Charakterweine und wählen mit unserer 30-jährigen Expertise für unser Sortiment nur Erzeugnisse, die wie Josef Edlingers Bloß Zweigelt für verlässliche Spitzenqualität, handwerkliche Meisterschaft und die unverwechselbar noble, von Göttweiger Löss und kühlen Dunkelsteinerwald-Winden geprägte Seele des Kremstals stehen.
| Allergenhinweis | Enthält Sulfite |
|---|---|
| Herkunftsland | |
| Österreich | |
| Geschmack | |
| Alkoholgehalt | 13,0 |
| Inverkehrbringer | Weinlandkeller, Gols, Burgenland – Österreich |
| Jahrgang |
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