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Ein meisterhaftes Rotwein-Statement von zeitloser Klassik, tiefer Komplexität und unverkennbarer piemontesischer Handwerkskunst präsentiert das historische Familienweingut Pio Cesare. Das Bouquet entfaltet ein glasklares, hochkomplexes Aromenspiel aus reifer Amarenakirsche, wilder Pflaume und getrockneten Rosenblättern, meisterhaft unterlegt von klassischen Nebbiolo-Indikatoren wie Süßholz, kaltem Rauch, etwas Teer, Unterholz und einer faszinierend kargen, erdigen Mineralik.
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Ein meisterhaftes norditalienisches Rotwein-Statement von zeitloser Klassik, tiefer Komplexität und unverkennbarer piemontesischer Handwerkskunst präsentiert das historische Familienweingut Pio Cesare. Der im Herzen von Alba beheimatete, seit 1881 bestehende Vorzeigebetrieb bündelt in seinem klassischen Barolo DOCG 2020 die immense Vielfalt der gesamten Appellation in einer ungemein fokussierten, balancierten und majestätischen Interpretation, die die traditionelle Kunst des “Assemblaggio” (des meisterhaften Verschneidens verschiedener Top-Lagen) zelebriert. Im Glas zeigt sich dieser dynamische Gebietsrepräsentant in einem leuchtenden, typisch transparenten Granatrot mit zart orangefarbenen Reflexen am Rand. Das betörend offene, ätherische Bouquet entfaltet ein glasklares, hochkomplexes Aromenspiel aus reifer Amarenakirsche, wilder Pflaume und getrockneten Rosenblättern, meisterhaft unterlegt von klassischen Nebbiolo-Indikatoren wie Süßholz, kaltem Rauch, etwas Teer, Unterholz und einer faszinierend kargen, erdigen Mineralik. Am Gaumen fasziniert dieser piemontesische Meisterstreich durch seine ungemein dichte, vielschichtige und zugleich elegant strukturierte Textur, die von der brillanten, konzentrierten Primärfrucht des überaus harmonischen und charmanten Jahrgangs 2020 getragen wird. Das meisterhaft polierte Profil wird von einer vitalisierenden, messerscharfen Säureader sowie einem straffen, zupackenden, aber für diesen Jahrgang erstaunlich feinkörnigen Tanninkorsett durchschnitten und führt in ein vollendet trockenes, von pikanter salziger Würze und extremer Zugkraft geprägtes Finale.
Das Traubengut für diesen herkunftsgeprägten, finessenreichen Barolo stammt ausnahmslos aus familieneigenen, sorgfältig gepflegten Parzellen, die sich über die prestigeträchtigsten Gemeinden des Anbaugebiets verteilen: Serralunga d’Alba, Grinzane Cavour, La Morra, Novello, Monforte und Castiglione Falletto. Geologisch ruhen die tiefwurzelnden Rebanlagen hier auf einem extrem spannungsreichen Terroir-Mix, der die kalkhaltigen, weicheren Mergelböden (Tortonium) des Westens mit den eisenhaltigen, kargen Sandsteinböden (Helvetium) des Ostens vereint. Diese einzigartige Kombination verleiht dem Wein seine markante Balance: Er verbindet die florale, duftige Zugänglichkeit von La Morra meisterhaft mit der puristischen, tief mineralischen Kraft und Struktur von Serralunga. Klimatisch profitierte der Jahrgang 2020 von einem überaus balancierten Witterungsverlauf mit einem warmen Sommer und idealen, kühlen Nächten im Frühherbst. Dies garantierte eine exzellente physiologische Ausreifung der Nebbiolo-Trauben und verlieh dem Wein eine besonders saftige, ausdrucksstarke Fruchtigkeit, die den 2020er eine Spur zugänglicher und finessenreicher präsentiert als wuchtigere Hitze-Jahrgänge. Im Keller vinifiziert die Familie Pio Cesare diesen Klassiker mit dem klaren Fokus auf maximale Terroir-Transparenz und absolute Tradition. Nach penibler manueller Lese erfolgt eine ausgedehnte Maischestandzeit. Der majestätische Ausbau geschieht über rund 30 Monate größtenteils in klassischen, großen Eichenholzfässern (Botti) und zu einem sehr kleinen Teil in Barriques, was die glasklare Identität erhält und die Frucht perfekt mit dem Tannin vermählt.
In der gehobenen Gastronomie und der ambitionierten Esskultur brilliert dieses strukturierte Terroir-Monument idealerweise leicht gekühlt bei etwa 16 bis 18 Grad Celsius im extrem großzügigen Burgunder- oder speziellen Nebbiolokelch serviert. Auch wenn der 2020er bereits mit einer faszinierenden Offenheit glänzt, verlangt er in seiner aktuellen Phase dennoch nach einer Belüftung von zwei bis drei Stunden in der Karaffe, um sein griffiges Tanninkorsett vollends abzurunden und die florale, teerige Würze aufzufächern. Er besticht dann als virtuoser Partner für die feine, aromatische und herzhafte piemontesische Küche. Er harmoniert in absoluter Perfektion mit hausgemachten Agnolotti dal Plin in Bratenjus, feinen Tajarin-Nudeln mit frischem weißem Alba-Trüffel sowie einem klassischen geschmorten Rinderbraten (Brasato al Barolo). Ebenso meisterhaft begleitet er edles Wild wie Rehrücken, cremige Steinpilzrisotti und lang gereiften, würzigen Hartkäse. Wir von Apropos Wein hegen größten Respekt für historische Institutionen wie Pio Cesare, die eindrucksvoll beweisen, dass die meisterhafte Komposition verschiedener Terroirs (Assemblaggio) Baroli hervorbringt, die sich mit puristischer Brillanz, enormer Herkunftstreue und fantastischer, balancierter Kraft als echte, unsterbliche Rotwein-Ikonen der Welt positionieren.
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