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Das traditionsreiche Weingut Fratelli Alessandria aus Verduno – meisterhaft und mit tiefem Respekt vor dem eigenen Erbe in mittlerweile achter Generation von Vittore Alessandria geführt, der als einer der absoluten Großmeister für finessenreiche, traditionelle Nebbiolo-Interpretationen gilt. Das noble Bouquet dieses Barolos entfaltet ein glasklares, explosives Aromenspiel aus getrockneten Rosenblättern, wilder Hagebutte und saftiger roter Kirsche, meisterhaft unterlegt von klassischen, terroirgeprägten Noten: feines Lakritz, ein Hauch von weißem Trüffel, feuchtes Unterholz, zarter Teer und eine faszinierend karge, erdige Mineralik.
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Das traditionsreiche Weingut Fratelli Alessandria aus Verduno – meisterhaft und mit tiefem Respekt vor dem eigenen Erbe in mittlerweile achter Generation von Vittore Alessandria geführt, der als einer der absoluten Großmeister für finessenreiche, traditionelle Nebbiolo-Interpretationen gilt – bündelt in seinem Barolo del Comune di Verduno DOCG 2022 (Piemont / Italien) die kühle, kalkgeprägte Seele dieses nördlichsten Barolo-Dorfes in einer ungemein fokussierten, trinkanimierenden und spektakulär klassischen Interpretation. Im Glas präsentiert sich dieser charakterstarke, dynamische Gebietsrepräsentant, der zu hundert Prozent aus der noblen, spätreifenden Rebsorte Nebbiolo gekeltert wird, in einem leuchtenden, typisch transparenten Granatrot mit zarten, orange- bis ziegelroten Aufhellungen am Rand. Das betörend kühle, herrlich offene und noble Bouquet entfaltet ein glasklares, explosives Aromenspiel aus getrockneten Rosenblättern, wilder Hagebutte und saftiger roter Kirsche, meisterhaft unterlegt von klassischen, terroirgeprägten Noten: feines Lakritz, ein Hauch von weißem Trüffel, feuchtes Unterholz, zarter Teer und eine faszinierend karge, erdige Mineralik, die den Wein stets auf der eleganten Seite hält. Am Gaumen fasziniert dieser piemontesische Meisterstreich durch seine ungemein sehnige, dichte und extrem straffe Textur, die von der brillanten, konzentrierten Primärfrucht des herausfordernden, warmen Jahrgangs 2022 getragen wird. Das meisterhaft polierte, puristische Profil wird von der rebsortentypischen, vitalisierenden Säureader und einem massiven, aber feinkörnigen Tanninkorsett durchschnitten und führt in ein endlos langes, von pikanter roter Beerenfrucht, subtiler balsamischer Würze und extremer, tänzelnder Zugkraft geprägtes Finale – ein herrlich fokussierter Terroir-Bote, der den aristokratischen Charakter Verdunos perfektioniert.
Das Traubengut für diesen herkunftsgeprägten, traditionellen Barolo stammt ausnahmslos aus sorgfältig gepflegten Parzellen rund um das malerische Dorf Verduno, das für die duftigsten und elegantesten Weine der gesamten Appellation berühmt ist. Geologisch ruhen die tiefwurzelnden Rebanlagen hier auf einem extrem spannungsreichen und für das Piemont absolut ikonischen Terroir: Es dominiert der berühmte Sant’Agata-Mergel (Marna di Sant’Agata Fossili), ein stark kalkhaltiger, bläulicher Tonmergel mit hohem Sandanteil. Diese extrem karge Gesteinsstruktur zwingt das Wurzelwerk metertief in den Fels und verleiht dem Wein seine markante, florale Finesse sowie das filigrane, straffe Knochengerüst. Klimatisch forderte der extrem heiße und trockene Jahrgang 2022 den Winzern alles ab: Nur dank der tiefen Wurzeln in den feuchtigkeitsspeichernden Mergelböden und einer peniblen Laubarbeit (um die Trauben vor Sonnenbrand zu schützen) konnte die exzellente physiologische Ausreifung des anspruchsvollen Nebbiolo garantiert werden, ohne dass die Säure abfiel. Diese enorme weinbauliche Präzision bewahrte die absolut unverzichtbare, vibrierende Frische. Im Keller vinifiziert Vittore Alessandria diesen Klassiker mit dem klaren Fokus auf Terroir-Transparenz und strikter Tradition: Nach penibler selektiver Handlese und einer schonenden Entrappung erfolgt die temperaturkontrollierte, extrem lange Spontangärung und Maischestandzeit (oft drei bis vier Wochen), um die feinen Tannine optimal zu extrahieren. Der majestätische Ausbau findet anschließend für rund drei Jahre ausnahmslos in großen, traditionellen slawonischen Eichenholzfässern (Botti grandi) statt, um dem Wein seine pure, glasklare Identität und die feine Struktur zu bewahren, ohne die rebsortentypische Rosen- und Kirscharomatik durch vordergründige, moderne Barrique-Noten zu verdecken.
In der gehobenen Gastronomie brilliert dieses strukturierte Terroir-Monument idealerweise leicht gekühlt, bei etwa 16 bis 18 Grad Celsius, im großzügigen Burgunder- oder speziellen Nebbiolokelch serviert – in seiner aktuellen, extrem jugendlichen Phase verlangt der 2022er zwingend nach mindestens drei bis vier Stunden intensiver Belüftung in der Karaffe, um sein massives Tanningerüst zu entspannen und die komplexen, erdigen und floralen Noten vollends aufzufächern – als virtuoser Partner für die traditionelle, herzhafte und trüffelbetonte Küche des Piemonts. Er harmoniert in absoluter Perfektion mit hausgemachten Tajarin al Tartufo Bianco (feine Bandnudeln mit weißem Alba-Trüffel), dem berühmten Brasato al Barolo (in Barolo geschmorter Rinderbraten), kräftigem Wildschweinragout sowie feinen Risotti mit Steinpilzen. Ebenso meisterhaft begleitet er intensiv gereiften, würzigen Käse wie den piemontesischen Castelmagno. Wir von Apropos Wein hegen größten Respekt für historische Leitbetriebe wie Fratelli Alessandria, die eindrucksvoll beweisen, dass sie modernen Moden trotzen und Baroli hervorbringen, die mit puristischer Brillanz, enormer Herkunftstreue und aristokratischer Eleganz die Seele Verdunos meisterhaft ins Glas zaubern.
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