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Ein monumentales norditalienisches Rotwein-Statement von filigraner Kraft, floraler Finesse und unverkennbarer piemontesischer Handwerkskunst präsentiert das traditionsreiche Weingut Massolino. Das ätherische und tiefgründige Bouquet entfaltet ein glasklares Aromenspiel aus frischer wilder Erdbeere, roter Herzkirsche und zarter Hagebutte, meisterhaft unterlegt von intensiven Noten nach getrockneten Rosenblättern, frischer Minze, Süßholz, etwas feinem Sandelholz und einer faszinierend kargen, erdigen Mineralik.
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Ein monumentales norditalienisches Rotwein-Statement von filigraner Kraft, floraler Finesse und unverkennbarer piemontesischer Handwerkskunst präsentiert das traditionsreiche Weingut Massolino. Obwohl die Familie Massolino als unangefochtene Ikone und Bewahrer der kraftvollen, maskulinen Terroirs von Serralunga d’Alba gilt, beweisen Franco und Roberto Massolino mit ihrem Barolo Parussi DOCG 2020 eindrucksvoll ihr tiefes, feinfühliges Verständnis für benachbarte Gemeinden. Dieser Ausnahme-Barolo – Massolinos historisch erster Cru (MGA) außerhalb der Heimatgemeinde Serralunga – bündelt die von Kalk und Sand geprägte Seele der berühmten Lage Parussi in Castiglione Falletto in einer ungemein fokussierten und majestätischen Interpretation. Im Glas zeigt sich dieser dynamische Gebietsrepräsentant in einem leuchtenden, typisch transparenten Granatrot mit zart orangefarbenen und rubinroten Reflexen am Rand. Das betörend offene, ätherische und tiefgründige Bouquet entfaltet ein glasklares Aromenspiel aus frischer wilder Erdbeere, roter Herzkirsche und zarter Hagebutte, meisterhaft unterlegt von intensiven Noten nach getrockneten Rosenblättern, frischer Minze, Süßholz, etwas feinem Sandelholz und einer faszinierend kargen, erdigen Mineralik. Am Gaumen fasziniert dieser piemontesische Meisterstreich durch seine ungemein dichte, engmaschige und zugleich extrem seidige Textur, die von der brillanten, konzentrierten Primärfrucht der Nebbiolo-Traube aus dem harmonischen, zugänglichen Jahrgang 2020 getragen wird. Das meisterhaft polierte Profil wird von einer vitalisierenden, messerscharfen Säureader sowie einem straffen, aber für Castiglione Falletto so typischen, feinkörnigeren und eleganteren Tanninkorsett (im direkten Vergleich zur Strenge Serralungas) durchschnitten und führt in ein vollendet trockenes, von pikanter salziger Würze und extremer Zugkraft geprägtes Finale.
Das Traubengut für diesen herkunftsgeprägten, finessenreichen Barolo stammt ausnahmslos aus sorgfältig gepflegten Parzellen der grandiosen Cru-Lage Parussi, die sich in exzellenter Südost- und Südwest-Ausrichtung an den steilen Hängen der Gemeinde Castiglione Falletto erstreckt. Geologisch ruhen die tiefwurzelnden Rebanlagen hier auf einem extrem spannungsreichen Terroir, denn in Castiglione Falletto treffen die erdgeschichtlichen Epochen des Barolo-Gebiets aufeinander: Das Gestein ist eine faszinierende Melange aus stark kalkhaltigem Mergel, der aber spürbar von lockeren Sand- und Sandsteinschichten durchzogen ist. Diese einzigartige Bodenstruktur verleiht dem Wein seine markante Doppelrolle: Er verbindet die florale, duftige Eleganz und Leichtfüßigkeit von La Morra mit der puristischen, tief mineralischen Kraft und Struktur von Serralunga. Klimatisch profitierte der Jahrgang 2020 von einem idealen, warmen Witterungsverlauf, der eine exzellente physiologische Ausreifung der Nebbiolo-Trauben mit besonders saftiger, charmanter Frucht garantierte, während kühle Nächte im Spätsommer die vibrierende Frische bewahrten. Im Keller vinifiziert die Familie Massolino diesen „Fremdgänger“ mit exakt derselben Philosophie, demselben klaren Fokus auf maximale Terroir-Transparenz und derselben strikten Tradition wie ihre heimatlichen Weine. Nach penibler manueller Lese erfolgt eine klassische, ausgedehnte Maischestandzeit von oft drei Wochen. Der majestätische Ausbau geschieht über rund 30 Monate ausschließlich in großen, traditionellen Eichenholzfässern (Botti aus slawonischer Eiche), was die glasklare Identität und die brillante, florale Frucht erhält, ohne sie jemals durch süßliches Neuholz zu maskieren.
In der gehobenen Gastronomie und der ambitionierten Esskultur brilliert dieses strukturierte Terroir-Monument idealerweise leicht gekühlt bei etwa 16 bis 18 Grad Celsius im extrem großzügigen Burgunder- oder speziellen Nebbiolokelch serviert. Der 2020er zeigt sich zwar bereits etwas zugänglicher als strengere Jahrgänge, verlangt in seiner aktuellen Phase aber dennoch zwingend nach einer Belüftung von zwei bis drei Stunden in der Karaffe, um sein griffiges Tanninkorsett zu mildern und die florale, minzige Würze vollends aufzufächern. Er besticht dann als virtuoser Partner für die feine, aromatische und klassisch piemontesische Küche. Er harmoniert in absoluter Perfektion mit hausgemachten Tajarin-Nudeln mit frischem weißem Alba-Trüffel, zartem, rosa gebratenem Lammrücken sowie einem klassischen Brasato al Barolo (in Rotwein geschmorter Rinderbraten). Ebenso meisterhaft begleitet er edles Wildgeflügel wie Fasan, cremige Steinpilzrisotti und lang gereiften, würzigen Käse wie Castelmagno oder Pecorino. Wir von Apropos Wein hegen größten Respekt für visionäre Traditionsbetriebe wie Massolino, die eindrucksvoll beweisen, dass sie ihr tiefes Verständnis für die Nebbiolo-Traube auch auf die Sand- und Mergelböden von Castiglione Falletto übertragen können, um Baroli hervorzubringen, die sich mit puristischer Brillanz, enormer Herkunftstreue und fantastischer, seidiger Eleganz als echte Rotwein-Ikonen der Welt positionieren.
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