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Als radikales, kristallines Meisterwerk und flüssiges Manifest des kühlen Spitzer Grabens präsentiert sich der Riesling „Stern“ Monopol Wachau DAC aus dem Jahrgang 2024 von Martin Muthenthaler. Das Bouquet entzieht sich völlig der lauten Primärfrucht und verlangt in seiner Jugend zwingend nach Luft. Glasklare Noten von weißem Pfirsich, frischer Zitruszeste und grünem Apfel verweben sich mit einer intensiven, an nassen Fels, Feuerstein und kühlen Rauch erinnernden Mineralik.
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Als radikales, kristallines Meisterwerk und flüssiges Manifest des kühlen Spitzer Grabens präsentiert sich der Riesling „Stern“ Monopol Wachau DAC aus dem Jahrgang 2024 von Martin Muthenthaler. Der bescheidene, aber visionäre Winzer hat sich fernab der üppigen, oft botrytisgeprägten Smaragd-Stilistik der klassischen Wachau einer kompromisslosen, puristischen Präzision verschrieben. Mit dem „Stern“, einer winzigen, extrem steilen Monopollage, bringt er diese Philosophie auf den absoluten Höhepunkt. Im Glas leuchtet der 2024er in einem brillanten, blassen Grüngelb mit platinfarbenen Reflexen. Das Bouquet entzieht sich völlig der lauten Primärfrucht und verlangt in seiner Jugend zwingend nach Luft. Dann entfaltet sich eine faszinierende, kühle und zutiefst steinige Aristokratie: Glasklare Noten von weißem Pfirsich, frischer Zitruszeste und grünem Apfel verweben sich mit einer intensiven, an nassen Fels, Feuerstein und kühlen Rauch erinnernden Mineralik. Am Gaumen agiert dieser Riesling wie ein präzises Skalpell. Er ist knochen- und staubtrocken, völlig frei von jeglichem Zuckerschwänzchen und besticht durch eine drahtige, geradezu vibrierende Säureader. Ein markanter, griffiger (phenolischer) Zug zieht den Wein in ein endloses, von purer, kühler Salzigkeit geprägtes Finale.
Das geologische und mikroklimatische Fundament für diese stählerne Spannung bildet der Spitzer Graben, das wohl extremste und kühlste Seitental der Wachau. Die namensgebende Riede „Stern“ ist ein terrassiertes, windumtostes Amphitheater, dessen karger Untergrund fast ausschließlich aus extrem hartem Paragneis und Glimmerschiefer besteht. Dieser nackte Fels bietet den Reben kaum Halt, speichert aber tagsüber die spärliche Wärme und zwingt die Wurzeln tief in die Spalten, was dem Wein seinen unverkennbaren, rauchig-salzigen Fußabdruck verleiht. Das Weinjahr 2024 forderte in diesem alpinen Randklima enorme Nervenstärke und eine extrem späte, minutiös selektive Handlese. Muthenthaler duldet für seine Weine nicht das geringste Anzeichen von Botrytis (Edelfäule), weshalb nur makellos gesunde, goldgrüne Beeren mit knackiger Frische den Weg in den Keller fanden. Dort regiert kompromissloses Handwerk: Nach einer sanften Pressung vergärt der Most ausschließlich spontan mit weinbergseigenen Naturhefen. Der anschließende, sehr lange Ausbau auf der Vollhefe (Sur Lie) erfolgt in neutralen, großen österreichischen Holzfässern und teils im Edelstahltank. Der Wein wird weder geschönt noch stark geschwefelt, um die wilde, ungeschminkte Seele dieses extremen Terroirs perfekt zu konservieren.
In der gehobenen Tischkultur erweist sich dieser puristische Wachauer als echtes gastronomisches Skalpell, das nach puren, unmaskierten und leicht jodigen Aromen verlangt. Um seine rauchige Schiefer- und Gneismineralik ideal aufzufächern, sollte er bei etwa 10 bis 12 Grad Celsius aus einem großvolumigen Riesling- oder Universalglas serviert werden. In seiner jetzigen, stählernen Jugend verlangt der „Stern“ zwingend nach einer Belüftung in der Karaffe von mindestens ein bis zwei Stunden, um seine reduktiven Noten abzustreifen. Kulinarisch benötigt er Speisen, deren Salzigkeit und Säure seiner Mineralik auf Augenhöhe begegnen: Er harmoniert in absoluter Perfektion mit frischem Sashimi, rohen Austern oder einem Ceviche vom heimischen Zander mit Koriander und Limette. Ebenso meisterhaft begleitet er puristisch in Nussbutter gebratenen Saibling, feine Spargelgerichte mit Vinaigrette oder jungen, frischen Ziegenkäse.
| Allergenhinweis | Enthält Sulfite |
|---|---|
| Herkunftsland | |
| Geschmack | |
| Alkoholgehalt | 12,5 |
| Österreich | |
| Rebsorte | |
| Inverkehrbringer/Abfüller | Martin Muthenthaler, Bachstraße 11, 3622 Elsarn am Jauerling, Österreich |
| Jahrgang | |
| Lebensmittelunternehmer | Weingut Martin und Melanie Muthenthaler Bachstraße 11 3622 Elsarn am Jauerling Österreich |
| Nettofüllmenge | 0,75 l |
Zutaten
Trauben; Konservierungsstoff: Sulfite
Nährwerte
Nährwerte pro 100 ml
| Brennwert kj | 310 g |
|---|---|
| Brennwert kcal | 74 g |
| Fett | 0 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | 0 g |
| Kohlenhydrate | 0 g |
| davon Zucker | 0 g |
| Eiweiß | 0 g |
| Salz | 0 g |
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